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„Schulsanitäter“ kriegen Verstärkung durch „Juniorhelfer“: Zusage für ein weiteres Jahr „Modellprojekt JRK & Schule“ beim DRK-Kreisverband Unna
14.09.2019 08:24

„Schulsanitäter“ kriegen Verstärkung durch „Juniorhelfer“: Zusage für ein weiteres Jahr „Modellprojekt JRK & Schule“ beim DRK-Kreisverband Unna

Im Notfall schnell und richtig reagieren, Verletzte in die stabile Seitenlage bringen oder einem Bewusstlosem durch die Beatmung das Leben retten – im Modellprojekt „JRK & Schule“ zeigt Koordinator Sebastian Bunse den Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen im Kreis Unna, dass Erste Hilfe und Rotkreuz-Arbeit mehr ist, als Pflaster kleben und Verbände wickeln!

Von der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bergkamen über das Clara-Schumann-Gymnasium in Holzwickede bis hin zur Selma-Lagerlöf-Sekundarschule in Selm konnten so über das gesamte Kreisgebiet hinweg Schulsanitäter ausgebildet werden, die nicht nur fachlich qualifiziert, sondern vor allem mit viel Spaß und Engagement bei der Sache sind.

Pünktlich zum „Welt-Erste-Hilfe-Tag“ am 14. September erreichte den DRK-Kreisverband Unna nun die Zusage für ein weiteres Jahr Förderung durch die Glücksspirale. Rückwirkend zum 1. Juni ist hierdurch für 12 Monate die Finanzierung vor Ort, sowie beim Projektpartner des DRK-Landesverbandes in Münster gesichert.    

„Nachdem wir uns im letzten Jahr vor allem auf die Einführung und Etablierung von Schulsanitätsdiensten in weiterführenden Schulen konzentriert haben, wollen wir nun spannende Angebote für Grundschülerinnen und Grundschüler schaffen“, freut sich Koordinator Sebastian Bunse vom DRK-Kreisverband Unna auf die Herausforderungen im neuen Projektabschnitt. Als „Juniorhelfer“ lernen die Nachwuchssanitäter die Grundlagen der Unfallverhütung, werden spielerisch an einfachere praktische Erste-Hilfe-Maßnahmen herangeführt und für mögliche Unfall- und Verletzungsrisiken sensibilisiert.  

Und das ist dringend nötig, wie ein Blick in die Statistiken zeigt: Allein 2018 gab es bundesweit 1.134.000 Schulunfälle. Zudem machen große Unterschiede zwischen Schulen und Unternehmen die Lücken in der Prävention und Unfallverhütung deutlich. So wurden 2017 im bundesweiten Schnitt 21 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1000 Vollarbeiter, aber 69 meldepflichtige Schulunfälle je 1000 Schüler verzeichnet.

Grundschulen, aber auch weiterführende Schulen, die sich für die Angebote des Roten Kreuzes interessieren, erhalten nähere Informationen online unter: http://www.drk-kv-unna.de/modellprojekt-jrk-schule.html oder direkt bei Projektkoordinator Sebastian Bunse (02303-25453-27, schularbeit@drk-kv-unna.de)

 

Hintergrund:

Das Modellprojekt Schularbeit ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem DRK-Kreisverband Unna und dem DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, welches durch die Glücksspirale gefördert wird. Der Kreis Unna wurde hierbei als Modellregion ausgewählt, um an neuen Ansatzpunkten zur Zusammenarbeit zwischen Jugendrotkreuz und Schulen zu arbeiten.

Ziel des Projektes ist es, durch die Bereitstellung personeller und materieller Ressourcen ein langfristiges und professionelles Netzwerk zwischen Schule, Jugendrotkreuz und den lokalen Ortsvereinen aufzubauen. So sollen interessierte Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig für die Arbeit im Jugendrotkreuz begeistert werden.

In einer Steuerungsgruppe arbeiten die Verantwortlichen des Landes- und Kreisverbandes hierzu gemeinsam mit den Ehrenamtlern aus DRK und JRK im Kreis Unna kontinuierlich an der Ausrichtung des Projektes und legen gemeinsam mit Projektkoordinator Sebastian Bunse den Fahrplan für die kommenden Monate fest.

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