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16.02.2012
[Kreis Unna] Den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Unna bietet sich seit Februar ein ungewohntes Bild an den Standorten der Altkleidercontainer: in enger Abstimmung zwischen den Wohlfahrtsverbänden und der Kreisentsorgungsgesellschaft GWA werden derzeit die Altkleidersammlungen im gesamten Kreis umstrukturiert und sukzessive alle bisherigen Container durch neue Behälter ersetzt – ein Blickfang ganz in Grün, der mittelfristig auf allen Stellplätzen zu finden sein wird.
Schon seit vielen Jahren führen die karitativen Einrichtungen im Kreis Unna die Altkleidersammlungen durch und müssen sich dabei zunehmend mit gewerblichen Konkurrenten auseinandersetzen: „Die Anzahl gewerblicher und „schwarzer“ Sammler hat in den vergangenen Jahren rapide zugenommen“, berichtet Michael Lihl, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Unna und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände. „Dadurch ist es kreisweit zu einem regelrechten Wildwuchs gekommen, der für Irritationen bei den Bürgern sorgt und die Arbeit der karitativen Verbände massiv behindert.“
Um die Verbände daher in ihrer Arbeit zu unterstützen und die vorhandenen Sammelstrukturen zu stabilisieren, ging die GWA ein Kooperationsprojekt mit den Wohlfahrtsverbänden ein: „Alle bisherigen Container der Wohlfahrtsverbände werden durch neue ersetzt. Wir bieten Hilfestellung bei der Behälter- und Abfuhrlogistik und binden auch unsere eigenen Standorte mit in die Sammlungen ein“, so GWA-Geschäftsführer Ulrich W. Husemann. Damit wollen die Beteiligten nachhaltig sicherstellen, dass mehr Altkleider gesammelt und langfristig auch höhere Erlöse erzielt werden. Mittlerweile konnte auch der Bezirksverband Hellweg des Kolpingwerkes als Kooperationspartner für das Projekt gewonnen werden. Auch die UKBS ist aktiv beteiligt und stellt den Kooperationspartnern ihre eigenen Standorte zur Verfügung.
„Von dieser Zusammenarbeit profitieren alle“, erläutert Michael Lihl. „Die Wohlfahrtsverbände erhalten damit etwa eine größere Planungssicherheit und haben mehr finanzielle Mittel für ihre sozialen Aktivitäten und satzungsgemäßen Aufgaben zur Verfügung, während die Städte und Gemeinden ansprechendere Containerstandorte als bisher erhalten.“ So kommt die Umstellung auch den Bürgern im Kreis Unna zugute.
Bis Mitte des Jahres soll die Umstellung komplett abgeschlossen und alle bisherigen Container ausgetauscht sein. Aber auch bis dahin können Altkleider und Schuhe wie gewohnt in die Altkleidercontainer der Wohlfahrtsverbände z.B. auf den GWA-Wertstoffhöfen eingeworfen oder in den Kleiderkammern der Verbände abgegeben werden.