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Drei „Neue“ und eine „alte Häsin“: Werner DRK-Kita Lippepiraten startet mit vier Azubis ins neue Ausbildungsjahr
15.09.2021 08:00

Drei „Neue“ und eine „alte Häsin“: Werner DRK-Kita Lippepiraten startet mit vier Azubis ins neue Ausbildungsjahr

Mario Bergermann

Wie ließe sich dem Fachkräftemangel im Erzieher*innen-Bereich besser entgegenwirken, als durch möglichst viele eigene Ausbildungsplätze? Schließlich kann es so nicht nur gelingen, junge Menschen an die spannende pädagogische Arbeit mit den Kindern heranzuführen, sondern sie gleichzeitig auch noch von der angenehmen Arbeitsatmosphäre in unseren DRK-Kitas zu überzeugen – Rotkreuz-Spirit inklusive, versteht sich.

Dieser Überzeugung ist auch Marcus Komossa, Leiter unserer Werner DRK-Kita Lippepiraten, der in diesem Jahr gleich vier Azubis einen Platz in seiner Einrichtung bietet. Dabei deckt er die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten ab, die es derzeit gibt, um als junger Mensch den Karriereweg in die Kita einzuschlagen: Die klassische Variante des Berufsanerkennungsjahres nach 2 Jahren schulischer Ausbildung, die praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin und – ganz neu – die praxisintegrierte Ausbildung zur Kinderpflegerin.
Gerade dieser letztgenannte Ausbildungsgang ist eine absolute Neuheit und wurde erst wenige Wochen zuvor offiziell an den Start gebracht, um Menschen, die die Kitas während der akuten Corona-Pandemie als Alltagshelfer*innen unterstützt hatten, eine berufliche Perspektive bieten zu können.

Eine tolle Chance, die auch Juliana Bartling gerne nutzte. Nachdem sie zuvor in den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin hineingeschnuppert und diesen für sich ausgeschlossen hatte, suchte die junge Frau eigentlich nur einen Übergangsjob. Eigentlich – denn weder sie selbst noch das Kita-Team hatten damit gerechnet, wie gut ihr, in den sechs Monaten als Alltagshelferin, die Arbeit mit den Kindern gefallen und liegen würde. „Vorher hatte ich eigentlich nie viel Kontakt mit Kindern“, berichtet sie. „Deshalb wusste ich gar nicht, wie viel Spaß der Umgang mit ihnen macht.“

Das glaubt man Juliana Bartling sofort, wenn man sieht, wie ihre Augen strahlen, sobald sie von ihren Einsätzen – zuerst im Kräennest bei den Kleinsten und seit dem offiziellen Ausbildungsbeginn nun bei den größeren Seebären – erzählt. „Eigentlich merkt man gar nicht, dass es Arbeit ist. Ich komme jeden Tag mit einem guten Gefühl hierher und kann ganz ohne Druck und in angenehmer Atmosphäre genau das machen, was mir liegt.“

Gespannt ist Juliana Bartling nun besonders auf den Start der Schule. Im ersten Jahr wird sie diese 3 tage pro Woche besuchen und 2 Tage die Woche in der Kita sein. Im zweiten Jahr ist es dann umgekehrt.

Ein Modell, dass Luisa Oesterling bereits kennt. Seit einem Jahr macht die 25-Jährige bei den Lippepiraten ihre praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin. Dabei handelt es sich zwar um einen anderen Ausbildungsgang, aber das System ist das selbe.

Und ebenso wie für Bartling, galt es auch für Oesterling, nach einer Phase, in der es nur den Einsatz in der Kita gab, in das neue Schulsystem hineinzufinden. „Das war teilweise ganz schön stressig“, blickt sie zurück. „Besonders, als wir ab dem Spätherbst nur noch Online-Unterricht hatten, waren die Schultage vor dem PC manches Mal lang und anstrengend.“ Und doch ist die Auszubildende des 2. Lehrjahres absolut überzeugt vom Konzept der praxisintegrierten Ausbildung: „Durch die 3 Tage Schule pro Woche haben wir schnell unheimlich viel gelernt, was wir dann in den Praxistagen direkt ausprobieren und umsetzen konnten. Das habe ich als enormen Vorteil empfunden.“

Und überhaupt: „Selbst wenn die Schule mal richtig viel wurde und man sich kurzzeitig fragte, wie man das alles schaffen soll – sobald dann ein Kind mit einem selbst gemalten Bild vor einem steht, weiß man wieder ganz genau, warum man das alles macht.“

Diese Erkenntnis hat auch Janine Kusche schon gemacht und kann damit nach zwei Jahren rein schulischer Ausbildung endlich auch praktisch genießen, warum sie sich für den Beruf der Erzieher*in entschieden hat. Denn anders als ihre Kollegin Marie Drakula, die als vierte im Bunde in diesem Jahr ihre praxisintegrierte Ausbildung bei den Lippepiraten gestartet hat, nutzt sie noch den klassischen Ausbildungsweg. Dieser besteht aus zwei reinen Schuljahren mit kurzen Praktika, sowie einem anschließenden Anerkennungsjahr in einer Kita.
„Nachdem ich meine Praktika bisher nur in katholischen Einrichtungen und somit bei kirchlichen Trägern gemacht habe, wollte ich nun gerne das DRK als Träger kennenlernen“, begründet Janine Kusche ihre Entscheidung für die Lippepiraten. Ein völlig anderer Ansatz, als bei Marie Drakula, die selbst als Kind eine DRK-Kita besuchte und sich deshalb von Anfang an sicher war, dass es auch beruflich wieder zum DRK gehen sollte.

„Im kommenden Jahr werde ich in der Gruppe „Schatzkiste“ der 2-4-jährigen eingesetzt sein“, freut sich Janine Kusche. „Da ich im Praktikum bereits in einer Wohngruppe mit Jugendlichen und in einer Kita mit älteren Kindern gearbeitet habe, hatte ich mir jetzt gewünscht den Umgang mit den Kleinen kennenzulernen“. Ergänzend zu den vielen praktischen Arbeitseindrücken erwarten Janine Kusche in diesem Jahr aber auch der eine oder andere Seminartag mit spannenden Themen, wie z.B. Koche oder Museumspädagogik. Inhalte die dann hoffentlich direkt in die eigene Arbeit und den Kita-Alltag einfließen können.

Damit das gelingt und die Kombination aus Schule und Praxisphase für alle Azubis optimal verläuft, hat jede Auszubildende bei den Lippepiraten ihre „eigene“ Praxisanleiterin, die ihnen bei allen Fragen, Sorgen und Herausforderungen zur Seite steht. In regelmäßigen Treffen unterstützen diese erfahrenen Erzieher*innen ihre Schützlinge im neuen Berufsalltag, planen die Lehrerbesuche und geben den einen oder anderen Tipp weiter. Zudem lädt die große Gruppe aus vier Azubis geradezu dazu ein, sich in gemeinsamen Austauschrunden auch untereinander zu unterstützen. Wie bei einem kleinen „Azubi-Stammtisch“ sozusagen.

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