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Resteküche, saisonales Gemüse und selbstgemachte Pasta: FSJ-Seminare beschäftigen sich mit nachhaltiger Ernährung
21.02.2020 13:01

Resteküche, saisonales Gemüse und selbstgemachte Pasta: FSJ-Seminare beschäftigen sich mit nachhaltiger Ernährung

Warum werfen wir im Alltag immer wieder Lebensmittel weg? Wie lassen sich Brot, Obst oder Milchprodukte so lagern, dass sie lange haltbar bleiben? Und mit welchen Rezepten kann ich übriggebliebene Reste sinnvoll verwerten?

Diese Fragen standen in der letzten Woche auf dem Programm unserer FSJ-Seminare. Unter dem Titel „Lebensmittelverschwendung und -wertschätzung“ besuchte DRK-Bildungsreferentin Katrin Schwermer-Funke, die sich bereits seit rund zehn Jahren mit dem Thema Ernährung und Kulinarik beschäftigt, die Seminargruppe von Kollege Dirk Quednau und gestaltete gemeinsam mit den Jugendlichen einen abwechslungsreichen Vormittag rund ums Essen.

Los ging‘s dabei mit ein paar Zahlen und Fakten, die bei den Freiwilligen durchaus für erschrockene Gesichter sorgten: So landen in deutschen Haushalten pro Kopf  jährlich 55 Kilo Lebensmittel im Müll. Und nicht nur hier gehen viele Lebensmittel verloren. Auch schon zuvor – auf dem Weg vom Acker bis in den Haushalt – wird immer wieder ein Anteil weggeworfen: Wenn die Kartoffeln zu klein für die Norm oder die Gurken zu krumm zum Verpacken sind. Wenn die Orangen im Großmarkt zu stark gereift sind, Milchkartons beim Transport beschädigt werden oder die Kühlkette im Supermarkt unterbrochen wurde.

Eindrücklich vor Augen geführt wurden den Jugendlichen diese Tatsachen im Anschluss mit Hilfe einiger Ausschnitte aus dem Film „Taste the waste“, in dem der deutsche Journalist Valentin Thurn Geschichten aus unterschiedlichsten Ländern zum Thema Lebensmittelverschwendung erzählt. Vom Großmarkt in Paris über den Kartoffelbauern bis zur Bäckerei kamen dabei ganz verschiedene Perspektiven zur Sprache, die die Freiwilligen im Anschluss rege diskutierten.

Eine gute Ausgangsbasis, um sich im zweiten Teil des Thementages mit der Frage „Was kann jeder von uns tun?“ zu beschäftigen. Hoch motiviert tauschten die Jugendlichen hierbei Reste-Rezepte, ließen sich von Katrin Schwermer-Funke über saisonale Gemüsesorten informieren und lernten, wie sich Speisen richtig lagern und lange konservieren lassen.

Noch praktischer wurde es einige Tage später für die FSJ-Gruppe von DRK-Bildungsreferentin Natascha Özdilli. Auch ihre Jugendlichen hatten sich das Thema Nachhaltigkeit gewünscht und wollten dabei gerne selbst Hand anlegen. Beim Workshop „Selber Pasta machen“ kein Problem. Im Gepäck hatte Kathrin Schwermer-Funke zur Freude der Nachwuchs-Köche*innen nicht nur die Nudelmaschinen, sondern auch verschiedene Rezepte für gefüllte Tortellini und Co., wie Kürbis, Ricotta-Zitrone oder doch lieber klassisch mit Hackfleisch.

Gemeinsam wurde geknetet, geformt und ganz nebenbei so einiges über das frische Verarbeiten von Lebensmitteln gelernt. Denn wer einmal weiß, wie viel Arbeit es ist, eine einzige Tortellini zu füllen und zu formen, der lernt den Wert von Essen ganz anders zu schätzen und wird sich künftig sicher zweimal überlegen, ob diese so schnell im Müll landet.

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